Mallorca Camp de Mar 2015 - Krueger Henning und Elke

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Reiseberichte
Camp de Mar / Mallorca 15. Juni 2015 - 29. Juni 2015

Am 15. Juni 2015 flogen wir mit einem Airbus A 321 (210 Passagier) für einen intensiven, allerdings kurzen Urlaub auf die uns wohlbekannte Insel Mallorca.

Da wir vor einigen Jahren schon einmal in Camp de Mar waren, hatten wir uns wieder für das ****Hotel Gran Camp de Mar entschieden. Dieses Hotel bietet die besten Voraussetzungen für einen Mix aus aktiven und erholsamen Urlaubstagen.
Das Hotel ist heute Mitglied einer anderen Hotelgruppe (Olimar), damals gehörte es zum RIU-Konzern.

Es gab nun auch die Möglichkeit, "All inclusive" zu buchen, so dass das Thema Essen und Trinken von Anfang an bestens gelöst war. Es gibt dort einen wunderschönen Aufenthaltsbereich im Schatten des Hauses direkt am Pool und auf einem feinen Aussichtsplateau direkt am Meer. Hier konnte man den Tag wirklich sehr schön verbringen und abends draußen ausklingen lassen.

Abendliches Bartreiben mit Shows und Livemusik gefiel uns dieses Mal wieder besonders gut.

Der Morgen begann immer mit einem Bad im Meer, was herrlich erfrischend war. Elke hat sich dieses Mal jedoch ganz gegen ihre sonstigen Gepflogenheiten zurück gehalten und hat mir lieber dabei zugesehen.

Das Wetter war einfach grandios, so dass wir einige Dinge unternehmen konnten, neben unserem Faulenzen im Hotelbereich und am Meer.

Am 19. Juni fuhren wir deshalb mit dem öffentlichen Bus nach Port d' Andratx, um dort einen ausgiebigen Bummel im Hafen zu machen.
Andratx ist eine Gemeinde im westlichen Teil der Baleareninsel Mallorca. Die Bevölkerung konzentriert sich im gleichnamigen Hauptort abseits der Küste und im Hafenort Port d’Andratx. Acht Berggipfel sind hier zu finden, mit einer Höhe von 319 m (Talaia des Cap des Llamp) bis zu 927 m (Moleta de s’Esclop).

Jede Art von Gastronomie und kleinen Boutiqen ist hier angesiedelt. Wir haben es uns direkt am Wasser in einer kleinen Bar gutgehen lassen. Elke hat hier viele Möwenbilder gemacht und war ob der Schnelligkeit der Tiere doch erstaunt, dass es ganz schön Ausschuß gab. Aber sie ist mit ihrem Hobby ja so glücklich, dass diese Probleme für sie Nebensache sind.
Am frühen Abend sind wir dann wieder mit dem öffentlichen Bus in unser Hotel zurückgekehrt.

Für den 21. Juni hatten wir uns zu einer Panoramatour mit dem Bus rund um die Insel angemeldet.
Diese Tour führte zu Beginn über die Traumstraße C710 direkt über der Steilküste im Westen der Insel. Traumhafte Ausblicke konnte man hier genießen. Die Serra Tramuntana wurde am 27. Juni 2011 von der Unesco zum Welterbe ernannt.

Wir bogen aber dann ab ins Landesinnere, um einen Sonntagsmarkt in Sta. Maria del Cami zu besuchen.
Dieses kleine Städtchen mit ca. 6.500 Einwohnern liegt zwischen Palma und Inca. So konnten wir uns dem bunten Treiben auf dem Markt hingeben und noch die gleichnamige Kirche ausgiebig besichtigen. Die Pfarrkirche Santa Maria, erbaut um 1216, ist ein wuchtiges, von einem Steingarten umgebenes Gotteshaus mit dem Bildnis der Maria am Hochaltar und einer Innenausstattung von Francisco Herrera.

Der Convento de Minimos liegt unmittelbar an der Hauptstraße und ist heute Monumento Historico Artistico Provincial. Der Kreuzweg gilt aufgrund seiner Schönheit als einer der eindrucksvollsten auf Mallorca. In den Räumen des im 18. Jahrhundert gegründeten Klosters ist heute das Museo Balear untergebracht. Es beherbergt Funde aus der Vor- und Frühgeschichte der Insel und Gegenstände des mallorquinischen Brauchtums und Trachten des 18. und 19. Jahrhunderts.

Es war an diesem Tag unglaublich heiß, so dass die Fahrt über Inca nach Manacor zum Glück in einem klimatisierten Bus weiterging.

Manacor ist die drittgrößte von den Gemeinden (Municipi) der Insel Mallorca und liegt im Osten der Baleareninsel. Sie hat den Status einer Stadt (Ciutat) und ist zugleich landwirtschaftlicher Mittelpunkt des Ostteils der Insel.
Im Stadtwappen umfasst eine Hand ein Herz, und so ist auch die Bedeutung von Man-a-Cor „Hand am Herz“. Die Einheimischen nennen sich Manacorí bzw. Manacorina.

Bis zum 19. Jahrhundert basierte die Wirtschaft Manacors auf Landwirtschaft (Getreide- und Weinanbau) und Viehzucht (Schafe), auch wenn der Textil- und Lebensmittelsektor sowie das Töpfereigewerbe eine wichtige Rolle spielten. Im 19. Jahrhundert begannen die Veränderungen, die aus Manacor das machten, was es heute ist. 
Die Industrien zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte nahmen zu. Im Stadtbild erschienen die Windmühlen und eine Branntweinfabrik. Seit der zweiten Hälfte des Jahrhunderts bilden die Möbelherstellung und die Perlen Manufaktur eine der wirtschaftlichen Grundlagen Manacors. Aber auch das Töpfereigewerbe und die Herstellung von Likören und Weinen sind weiterhin bedeutend.

1879 wurde die Eisenbahnstrecke zwischen Inca und Manacor eingeweiht und 1902 die erste Perlenfabrik gegründet. So wurde Manacor zum Handels- und Industriezentrum des Ostens der Insel.
Diese wirtschaftliche Entwicklung veränderte nicht nur die Gewohnheiten der Gesellschaft, sondern wirkte sich auch auf das Stadtbild aus, insbesondere seit Beginn des Tourismus in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Wir hatten eine Keramikfirma mit Kräuterlikör-Verkostung als weiteres Etappenziel im Auge, nicht die vielen Perlengeschäfte der Innenstadt.
Der Likör schmeckte gut, aber die Keramiken im Geschäft waren nicht halb so schön wie die an der Fassade des Geschäftes.. Elke hat einige in den Fotos dieses Reiseberichtes mit aufgenommen.

Zum Mittagessen, direkt im Hafen, waren wir nach Porto Christo gefahren.

Dieses Touristenörtchen ist am bekanntesten geworden durch die dort vorhandenen Höhlen. Die Coves del Drac („Drachenhöhlen") befinden sich an der Landstraße Carretera de les Coves Richtung Cales de Mallorca und grenzen unmittelbar südlich an die Bebauung des Ortes Porto Cristo an.
Der Eingang zu den Höhlen liegt nahe der Avinguda d’en Joan Servera Camps, einer Straße, die weiter in Richtung Küste zum Torre dels Falcons führt. Das Tropfsteinhöhlensystem der Coves del Drac erstreckt sich über 1700 Meter, von denen etwa ein Kilometer begehbar ist. In ihm befindet sich der größte unterirdische See Europas und einer der größten der Welt, der Llac Martel oder Martelsee. 
Benannt ist der See nach dem französischen Höhlenforscher Édouard Alfred Martel, dem es 1896 gelang, etwa 1300 Meter des Höhlensystems zu erforschen und zu kartografieren. Der Llac Martel ist 177 Meter lang und durchschnittlich 40 Meter breit, bei einer Tiefe bis zu 9 Metern.
Heute werden auf ihm täglich klassische Konzerte aufgeführt, bei denen sich die Musiker auf einzelnen Booten befinden, die sich durch die Grotte bewegen. Die Lichtspiele in den ab 1935 für Besucher geöffneten Höhlen stammen noch aus dem Jahr 1934 von dem Ingenieur Dr. Carles Buïgas i Sans.

Eine Besichtigung der Höhle haben wir dieses Mal nicht vorgenommen, da wir sie schon mehrfach besucht hatten und es ist wirklich ein Erlebnis!

Stattdessen besichtigten wir, leider nur von außen (da geschlossen), die Església Mare de Déu del Carmi.
Die am Plaça del Carme gelegene Ortskirche ist der Schutzherrin der Fischer und Seefahrer Mare de Déu del Carmi geweiht. Sie wurde zwischen 1916 und 1922 in neuromanischem Stil erbaut. Zwischen 1957 und 1964 wurde sie erweitert, ein Glockenturm angefügt und die Apsis umgebaut. Am 10. Juli 1964 wurde sie in ihrer heutigen Form neu eingeweiht.

Später haben wir uns direkt oberhalb des Strandes von Porto Christo für eine Pause aufgehalten.
Der etwa 310 Meter lange Strand des Ortes liegt innerhalb der Cala Manacor gegenüber dem Yachthafen. Er erstreckt sich unterhalb des Passeig de la Sirena zwischen der südwestlichen Schiffsanlegestelle bis zur Plaça Costa d’en Bau im Nordosten. 

Der Strand ist von der hinter ihm verlaufenden Straße Carrer Bordils und den dortigen Parkplätzen nur durch eine Mauer getrennt. Der Zugang erfolgt über Treppen von der höher gelegenen Straße. Die durchschnittliche Breite des Strandes beträgt 14 Meter bei einer maximalen Breite von 30 Metern. Im Jahr 2006 hat sowohl der Sandstrand im Bereich des Hafens von Porto Cristo, wie auch der Sporthafen selbst die „Blaue Flagge" für ausgezeichnete Wasserqualität erhalten.

Der letzte Besichtigungsteil an diesem Tag war das Fischerstädtchen Cala Figuera (Feigen-Bucht). Er liegt an der gleichnamigen Bucht der Südostküste der Insel in der Region (Comarca) Migjorn.
Cala Figuera gehört zum Gemeindegebiet von Santanyí. Die Entfernung zur Inselhauptstadt Palma beträgt etwa 60 Kilometer. Nachbarorte der Siedlung sind der Verwaltungssitz Santanyí und Cala Santanyí. Im Jahr 2011 hatte Cala Figuera 770 Einwohner, von denen 730 innerhalb der geschlossenen Bebauung des Ortes lebten.

Der Ort liegt in einer zweiteiligen, fjordartigen Bucht und war ehemals der Hafen von Santanyí. Die beiden Wasserarme Caló d’En Boira und Caló d’En Busques bilden ein Y. Am versteckten Ende des linken Armes liegen die Fischerhäuser mit ihren charakteristischen Bootsgaragen.

Die erste Erwähnung von Cala Figuera findet sich im Jahr 1306. Zu Ende des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Wohnhäuser. Im Jahr 1938 wurde die erste Kirche gebaut, die sich noch heute - touristisch zweckentfremdet als Speiselokal - in der Ortsmitte befindet.
Der Tourismus in Cala Figuera hatte seine Höhepunkte in den 1970er und 1980er Jahren. In den 1990er Jahren gingen die Besucherzahlen zurück. Daraus resultiert ein deutlich wahrnehmbarer Strukturwandel. Einige ältere Hotelbauten wurden abgetragen, andere Gebäude stehen leer. Anstelle neuer Hotels werden zunehmend Eigentumswohnungen mit gehobener Ausstattung errichtet.
In diesem Örtchen wurden einige Filme gedreht, er liegt absolut malerisch in der Bucht.

Von Cala Figuera ging es dann wieder ins Landesinnere zurück nach Camp de Mar.
Diese Panoramatour kann man empfehlen, sie ist nicht anstrengend und man sieht doch mal mehr als nur die Küstenregion.

Am 28. Juni 2015 haben wir uns dann noch per Boot aufgemacht und die Bucht von Camp de Mar angeschaut. Es ging dann weiter an der Küste entlang bis Cala Fornells und angrenzenden Badebuchten. Die Haltestelle des Schiffes war direkt an unserem Hotel, so dass dieser kleine Ausflug eine schöne Abrundung unseres so erholsamen Urlaubs war.

Cala Fornells ist eine Ferienanlage im Südwesten der Baleareninsel Mallorca und gehört zur Gemeinde von Peguera (Gemeinde Calvià-ehemals Paguera.). Die Anlage liegt im nordwestlichen Teil der Bucht von Santa Ponça (Ensenada de Santa Ponça), gegenüber der Malgratinsel (Illa del Malgrat).

Bekannt wurde Cala Fornells durch die Architektur des russischen Architekten Pedro Otzoup, der hier die Apartmentanlagen Aldea Cala Fornells in ungewöhnlicher (an mexikanische Pueblos erinnernde) Bauweise errichtet hat.
Die einzelnen Häuser dieser Anlage sind in Farbe, Material und Stil einheitlich, aber in Größe, Aufteilung und vielen kleinen Details wie Schornsteinen, Fensteröffnungen oder Balkonbrüstungen unterschiedlich gebaut, so dass die Anlage nicht den typischen monotonen Gesamteindruck einer Feriensiedlung hinterlässt.
Keine Wohnungseinheit gleicht somit der anderen. Alles ist eng ineinander verschachtelt und schmiegt sich zwischen Pinienbäumen und gepflegten Vorgärten, verbunden durch kleine und schmale Gassen und Treppen an den Hang.

In dem gesamten Ortsteil gibt es - von den Rändern abgesehen - keine hochgeschossigen Hotelanlagen, wie sie andernorts für die mallorquinische Küste typisch sind. Die Anlage hat eine zentrale Verwaltung und ist - von der gleichnamigen Durchgangsstraße abgesehen - durch Zäune und verschlossene Türen geschützt und nicht öffentlich zugänglich.

Cala Fornells liegt etwas oberhalb von Peguera und besitzt eigentlich keinen richtigen Strand, da die Küste eher steil und felsig ist, an einigen Stellen sind kleine Treppen zum Abstieg ins Meer geschlagen worden, an anderen Plätzen wurden kleine Leitern zum Abstieg ins Wasser angebracht.

Es gibt einen winzigen Naturstrand in der Bucht Caló de ses Llisses und eine künstlich geschaffene Badestelle gegenüber dem Hotel Cala Fornells. Bis zum nächsten Strand von Peguera sind es ca. 15 Minuten zu Fuß über Treppen oder 20 Minuten entlang der Straße. Im Bereich der Cala Fornells befinden sich mehrere Restaurants und ein kleiner Supermarkt. Wie Peguera wird auch Cala Fornells hauptsächlich von deutschen Urlaubern bevorzugt. Die eigentliche Apartment-Anlage Cala Fornells ist weder für Rollstuhlfahrer, noch für Menschen, die schlecht Treppen steigen können, geeignet.


Wir hatten zu der Zeit schon im Sinn, im November 2015 wieder nach El Gouna/Ägypten zu fliegen. Meine Schwägerin Ilse ist auch geflogen, wir haben allerdings am vorletzten Tag des Reisebeginns wegen der allgemeinen Unruhen und der abgeschossenen russischen Maschine auf dem Sinai und den Attentaten von Paris den Urlaub schweren Herzens abgesagt.
Gut, dass wir das alles auf Mallorca noch nicht wussten....

Henning Krüger




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