Gran Canaria 2013 - Krueger Henning und Elke

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Reiseberichte

Gran Canaria / Spanien vom 6. November 2013 - 20. November 2013


Wie jedes Jahr im November hatten wir auch dieses Jahr den Wunsch, der grauen Zeit am Niederrhein zu entgehen und noch ein bisschen Sonne zu tanken.

Zu diesem Termin hatten wir daher schon sehr früh im Jahr (April) eine Reise nach Ägypten gebucht.
Leider kam es in den Folgemonaten dort zu neuen, schweren Ausschreitungen, so dass wir uns veranlasst sahen, eine Umbuchung vorzunehmen.

Nach der Karibik-Reise im Februar wollten wir uns möglichst einen neuen langen Flug ersparen und entschieden uns für die schon häufig in der Vergangenheit besuchte Insel Gran Canaria.

Gran Canaria ist mit einer Fläche von 1.560,1 km² nach Teneriffa und Fuerteventura die drittgrößte der Kanarischen Inseln, einer Autonomen Gemeinschaft Spaniens. Die annähernd kreisförmige Insel hat einen Durchmesser von etwa 50 Kilometern und eine Küstenlänge von rund 236 Kilometern. Gemessen an der Bevölkerung ist Gran Canaria nach Teneriffa die zweitgrößte Insel der Kanaren. Die Hauptstadt ist Las Palmas de Gran Canaria. Im Jahr 2008 hatte die Insel 829.597 Einwohner.

Gran Canaria ist eine Insel des Kanarischen Archipels und liegt 210 Kilometer westlich vor der Küste Südmarokkos im Atlantischen Ozean, zwischen ihren größeren Nachbarinseln Teneriffa im Westen und Fuerteventura im Osten.
Wie alle Inseln des Archipels ist auch diese vulkanischen Ursprungs. Die höchste Erhebung im Zentrum der Insel ist der 1949 Meter hohe, erloschene Vulkan Pico de las Nieves.
Wahrzeichen Gran Canarias ist der 1813 Meter hohe Roque Nublo.

Auf Grund ihrer klimatischen und geographischen Vielfalt sowie ihrer differenzierten Flora und Fauna wird Gran Canaria auch als „Miniaturkontinent” beschrieben. Die Insel besitzt 14 Mikroklimazonen.
Aus dem Bergland des Inselinnern führen viele Trockentäler, sogenannte Barrancos, bis an die Küste. Bei den seltenen Regenfällen, die dann aber recht ergiebig sein können, füllen sich die Barrancos zu teilweise reißenden Sturzbächen. In den bewohnten Gegenden wurden die Bachtäler deshalb ausgebaut und befestigt.

Gran Canaria liegt im Einflussbereich der Passatwinde, die auf der Nordhalbkugel von Nordosten herandrängen. Sie werden an den Inselbergen zum Aufsteigen gezwungen und sorgen an deren Nordhängen für zum Teil ergiebige Niederschläge, meist in Form von Nebel.
Die Insel ist daher klimatisch in etwa zweigeteilt in den feuchteren Norden und den trockeneren Süden. Die Trockenheit der Südinsel wird durch den Einfluss trockener Winde aus der Sahara noch verstärkt, dieses als Calima bekannte Wetterphänomen reicht von kaum merklicher Temperaturerhöhung bis zu starken Winden mit Sand und einem Temperaturanstieg unter Tags bis zu 50 °C und in der Nacht bis zu 40 °C.

Bei der Buchung entschieden wir uns für den verhältnismäßig neueren Teil von Maspalomas, der Gemeinde Meloneras. Hier an der südlichsten Spitze der Insel liegen die weltbekannten und teilweise unter Naturschutz liegenden Dünen von Maspalomas, direkt hinter dem Leuchtturm (Faro).

Elkes Panoramafoto dieser Dünen, bestehend aus 13 Einzelaufnahmen, könnt Ihr Euch hier anschauen:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/pcat/779715/display/32559581


Durch eine Änderung in der Fotocommunity muss man nun den Doppelpfeil rechts oben im verlinkten Bild anklicken und dann mit dem Pluscursor die volle Größe generieren.

Wir hatten uns vorgenommen, einen entspannten Urlaub mit Schwimmen,  Lesen, Tanzen(!) und Fotografieren zu machen. Das ist uns auch herrlich gelungen, da das Wetter immer mit ca. 27 - 30 Grad Lufttemperatur und ca. 20 - 21 Grad Wassertemperatur geradezu dazu einlud.

In der 4,5-Sterne-Hotelanlage
LOPESAN Costa Meloneras Resort Spa & Casino fanden wir alles, was zu solch einer Planung gehört.
Herrliche Pools, direkt am Meer, einen faszinierenden riesengroßen Garten, tolle Hotelzimmer und einen geschmackvoll eingerichteten Außenbereich, den wir abends immer genutzt haben.
Hier konnte jeden Abend auf der "Außenterrasse Tertulia" Musik einer Band gelauscht werden, getanzt werden und den abendlichen Shows auf der Showbühne zugeschaut werden. Einfach herrlich im November draußen zu sitzen.

Es war auch in den sehr schönen Restaurantbereichen für alle Geschmäcker das Beste zu finden.  Elke klagte schon nach 2 Tagen, dass es "so" nicht weitergehen könne.... Wir hatten Halbpension gebucht und nahmen mittags nur ein Stück Obst zu uns, um am Abend an den vielen Köstlichkeiten nicht vorbei gehen zu müssen!

Sie hatte sich vorgenommen, eine Reihe von Nachtaufnahmen zu machen, was ihr auch gelungen ist. Der Garten, wenn auch weniger die Pools, war Abends einfach herrlich beleuchtet.

Da man nicht den gesamten Urlaub auf der faulen Haut liegen kann, haben wir uns für 4 Ausflüge interessiert und diese auch unternommen.

Als Erstes hatten wir am 9. November 2013 einen Ausflug per Bus in die
Berge von Gran Canaria gebucht. Viele Touris lernen dieses wundervolle Gebiet überhaupt nicht kennen, weil sie am Strand bleiben.
Diese Tour vom Süden in nördlicher Richtung vorbei an San Bartolome de Tirajana bis zu dem Aussichtspunkt zum Roque Nublo, dem mit 1813 m höchsten Berg, war einfach wunderbar.
Wir erwischten einen herrlichen Tag und konnten dort oben in den Bergen bis nach Teneriffa auf den Pico del Teide blicken. Er ist mit 3.718 m der höchste Berg Spaniens. Auf der weiteren Fahrt durch die Berge kamen wir jedoch auch in Gipfelnähe in ein total nebeliges, aber grünes Gebiet.

Von dem Ort T
ejeda ging es weiter zu alten Höhlenwohnungen in Artenara.  Sie sind heute als Museum zu besichtigen. Hier hatten wir später eine unglaubliche Aussicht auf die vielen Gipfel des Gebirges, so auch u. a. auf den Roque Bentaiga mit 1412 m.

Am Nachmittag fuhren wir dann Richtung Norden und hielten noch an einem Aussichtspunkt,  von wo man einen tollen Blick auf die Stadt Las Palmas und den Hafen hat.

Von hier aus ging es ohne Unterbrechung in der Stadt Las Palmas weiter an der Ostküste Richtung Flughafen, dann in den Süden nach Maspalomas.

Am 11. November 2013 besuchten wir die bekannte Stadt
Puerto de Mogán.
Es ist ein Hafenort, auch im Süden der Insel Gran Canaria. Der Ort hat sich um den Hafen von Mogán gebildet.
Puerto de Mogán entstand 1983 bis 1988 nach einem Entwurf von Raphael Neville. Der Ort wird auf Grund einiger Kanäle, die vom Hafen in den Ort führen, zuweilen auch als „Klein Venedig“ oder das „Venedig des Südens“ bezeichnet. Die zahlreichen kleinen Gassen, die sich durch den Ort ziehen, tragen zu dem Erscheinungsbild bei.

Leider ist auch hier der Bauboom nicht zu bremsen. Allerdings darf nur 2-stöckig im direkten Zentrum gebaut werden.
Trotzdem sind viele malerische Gassen und der kleine Hafen ein Touristenmagnet. Überall blühen diese wunderbaren Bougainvilleahecken und es ist eine Freude, das bei strahlend blauem Himmel anzuschauen und natürlich zu fotografieren.

Ein Rundgang im Hafen und den kleinen Gässchen, mit einem Kaffee auf einer der vielen Terrassen, ist ein perfekter Urlaubstag. Nur zu empfehlen.
Von Maspalomas aus gehen öffentliche Busse, die über die neu gebaute Autobahn bis nach Puerto Mogán fahren.

Infrastrukturmäßig hat sich gegenüber unseren ersten Besuchen auf der Insel ab 1968 sehr viel getan, sonst könnten die vielen Touristen sicher gar nicht mehr bewältigt werden.

In Bezug auf den Wasserbedarf dieser vielen Touristen hat die Inselverwaltung mehrere Meerwasserentsalzungsanlagen gebaut.  Das Wasser ist also als Trinkwasser nicht geeignet. Man bekommt keine Darmprobleme davon, aber es schmeckt etwas anders. Mineralwasserflaschen sind hier also die bessere Lösung.


Am 13. November 2013 fuhren wir nachmittags per Taxi in den ca. 15 km in den Bergen liegenden
"Palmitos Park". Hierbei handelt es sich um einen Ausflugspark in sehr hügeligem Gelände mit Papageien und Delphinshowen, ähnlich dem Loropark auf Teneriffa.

Leider hatte uns der Fahrer, nach Rückfrage,  nicht informiert, dass man viel verpasst, weil einige Greifvogelschauen bzw. exotische Vogelschauen schon um 14.30 Uhr bzw. 15.00 Uhr angesetzt waren. So konnten wir diese leider nicht sehen, weil wir erst gegen 15.15 Uhr dort waren.

Es gab riesige Papageien-Gehege hinter sehr feinmaschigem Draht. Elke hatte ihre Probleme damit und schimpfte ordentlich vor sich hin. Die Papageien-Show war dann in einer Arena, die im Bereich der Tiere sehr dunkel war. Ebenfalls für Fotografen ein Graus.

Die Delphinshow war dann doch sehr interessant und man staunte, was diese Tiere alles vorführten bzw. mit den im Wasser befindlichen Trainern für Kunststücke zeigten.

Es gab in dem Gelände eine Reihe von weiteren Gehegen mit Tieren unterschiedlichster Art, z. B. Affen, Schmetterlinge, Hornvögel, Erdmännchen,  Flamingos etc.  Auch war eine Aquarium-Anlage mit schönen Fischen zu bewundern. Fotografieren auch hier fast unmöglich.

Überhaupt hatte Elke den Verdacht, dass es den Fotografen bewusst nicht leicht gemacht wird, was schon ärgerlich ist. Das ebenfalls vorhandene Orchideenhaus entsprach auch nicht den Hoffnungen, die Elke an die Pflanzen hatte.

So verließen wir am Abend den Park, nicht ohne zum Ausgang hin durch einen Shop zu müssen!!
Der Eintritt pro Person mit fast 30,00 Euro war von uns auch nicht erwartet worden.  Wir bezahlen den Preis gerne, wenn man wenigstens glaubt, dass die Tiere artgerecht versorgt und gepflegt werden. Aber auch hier hatten wir teilweise unsere Bedenken...


Als Abschlussausflug hatten wir dieses Mal einen Ausflug per Segelschiff entlang der
Westküste von Gran Canaria gebucht.
Es gibt keinen Wasserurlaub, in dem wir nicht mindestens einen Tag auf einem Boot verbringen.
Wir wählten bewusst das Segelschiff "Aphrodite" , weil Elke die Segler so liebt. Leider große Enttäuschung, es wurde nur mit Motor gefahren!

Wir fuhren morgens mit dem Auto nach
Puerto Rico, einer Stadt an der Westküste Gran Canarias.
Von dort ging es mit dem Boot über
Puerto de Mogán, welches wir schon von der Landseite besucht hatten, vorbei an der vulkanischen Küste bis rauf nach Playa del Asno und zurück.

Es war ein herrlicher Tag, und nur nach Rückkehr von der Tour in Puerto Rico gab es mächtige Wolkenberge, aber keinen Regen.
Allerdings sahen wir dort vom Meer her die schreckliche Bebauung, die den Hang hinter der kleinen Bucht bis hoch an den Felsrand  bedeckte. Da wir in diesem kleinen Ort bereits 1968 waren und ihn sehr schön fanden, waren wir jetzt mehr als entsetzt, was und wie da gebaut wurde.


Die letzten Tagen verbrachten wir dann in unserem sehr schönen Hotel und kamen leicht gebräunt und gut erholt von einem schönen November-Urlaub wieder an den grauen Niederrhein.

Henning Krüger

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